Der Abend am 15. März 2025 im Düsseldorfer Opernhaus präsentierte das Ballett am Rhein als visuelles, dramatisches Experiment mit choreografischen Motiven von Begegnung, Trennung und Versöhnung. In Moto perpetuo von Iratxe Ansa und Igor Bacovich verliehen kreisende, symmetrische Bewegungen den Konflikten Ausdruck. Invocation von Mthuthuzeli November setzte private Erinnerungen tosend in kollektive Euphorie um. Das raffinierte Finale, Vers un Pays Sage von Jean-Christophe Maillot, verband klassische Formstrenge mit lebensbejahender Leichtigkeit.
Unablässiger Tanz des Duos lotet Begegnung und Trennung aus
Im Rahmen eines dreiteiligen Abends eröffnen Iratxe Ansa und Igor Bacovich mit Moto perpetuo, einer Choreografie, die von Philip Glass dritter Sinfonie inspiriert ist. Die beiden Tänzer agieren in endlosen, sich überlagernden Kreisen und erkunden dabei die Polarität von Nähe und Trennung. Ergänzt wird die Darbietung durch eine massive, drehbare Bühnenskulptur, die eine zusätzliche Bewegungsebene einführt. Die Premiere dieser Uraufführung fand am 15. März 2025 im Opernhaus Düsseldorf statt.
Südafrikanische Klänge tragen Invocation zu ekstatischer Intensität und Dynamik
Die Uraufführung von Invocation bei Ballett am Rhein zeigt Mthuthuzeli Novembers einzigartige Verbindung von Kapstadts Kindheitserinnerungen und moderner Tanzästhetik. Mit südafrikanischen Percussionrhythmen als Basis steigern sich die Bewegungen der Tänzer in eine dichte, ekstatische Atmosphäre. Besonders Long Zou beeindruckt mit technischer Finesse und kreativer Ausdruckskraft, was ihm eine Nominierung zum Theaterpreis DER FAUST 2025 sichert. Die Inszenierung vermittelt eine unmittelbare Symbiose aus persönlicher Biografie und kollektiver Bühnenenergie. Emotionale Spannung wächst.
Dynamischer Wechsel von Spitzentanz und Moderne feiert südfranzösische Leichtigkeit
Vers un Pays Sage verbindet choreografische Raffinesse mit malerischer Inspiration aus Jean Maillots Pais Sage. Die zwölf Tänzer nutzen Bühnenraum und Licht, um plastische Bilder zu erzeugen, als bewegten Aquarellfarben. Klassischer Spitzentanz trifft auf moderne Ausdrucksformen, wodurch faszinierende Kontraste entstehen. John Adams Fearful Symmetries ermöglicht rhythmische Klarheit und musikalische Spannung, die Bewegung und visuellen Eindruck miteinander verschmelzen lassen. Die Aufführung besticht durch klare Linienführung und künstlerische Präzision. ästhetische Tiefe strahlt.
Auf der Bühne interagieren klassisches Ballett, moderne Tanzformen, Minimal Music und südafrikanische Klangmotive zu einem interdisziplinären Spektakel. Eine zentrale Skulptur rotiert und verändert stetig die visuelle Komposition, während Tänzer komplexe Muster und emotionale Ausdruckskraft präsentieren. Die Weltpremieren stammen von renommierten Choreografen aus verschiedenen Kontinenten und eröffnen neue Perspektiven auf das Verhältnis von Klang, Bewegung und Raum. Opern- und Konzertgänger dürfen sich auf ein facettenreiches, intensives Erlebnis freuen. Dieses Gesamtkonzept inspiriert.

